Inhalte und Aufgaben (Smartphone goes Relibuch)

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Dieses Thema enthält 12 Antworten, hat 2 Stimmen, und wurde zuletzt vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii aktualisiert.

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  • #3619

    Beimii
    Moderator
    • An der gedruckten Schulbuch-Doppelseite wurde “papierdidaktisch” beim Calwer Verlag natürlich schon gearbeitet: Wir profitieren von der Auswahl / dem grafischen Design dieses Angebotes zu Sinnfragen im beruflichen RU, und anregende Aufgaben (unten am Rand) sind bereits auch nicht wenige im Spiel.
    • Die neue Aufgabe: wie kann damit jetzt reli-mediendidaktisch (also SuS mit ihrem Smartphone) gewinnbringend gearbeitet werden? Ehrgeizige Onliner wollen vielleicht den Beweis antreten, dass manche Inhalte und Aufgaben besser ohne Papier und Stift an die Doppelseite angeschlossen werden können. Daran wird sicher die Frage geknüpft, wie dann der Stundenverlauf in der Lerngruppe (Sozialformen, Methoden) weitergehen wird.
    • Wir sind hier dankbar für alle (! es gibt keine Denkverbote) Ideen und Vorschläge und Deine rege Beteiligung an der Diskussion…
    • Dieses Thema wurde vor vor 2 Jahre, 9 Monate von  Beimii bearbeitet.
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  • #4175

    Weiß nicht, ob das nützlich ist für dein Projekt, Michael – eigentlich ist es ja nur ein Reli(im)puls – aber bei Relipuls habe ich keine Schreibrechte -, aber seis drum, vielleicht kannst du was damit anfangen:

    http://deuxpont.blogs.rpi-virtuell.net/2014/11/02/programmiert-statt-geschaffen/

  • #4176

    Beimii
    Moderator

    Hallo Christian, unbedingt nützlich, vielen Dank! Hast Du den Text selber formuliert? Ich hab mir vorgenommen, das mit dem GlaubWürdig-Problem ernstzunehmen. Aber da kann man gut eine Aufgabenstellung damit verbinden: “Ein Vater kommt nur schwer an seinen 16jährigen Sohn ran. Der sagt nie was. Der Vater macht sich Sorgen, was wohl im Kopf des Jungen vor sich geht. Er versucht es sich vorzustellen und hat das hier getextet. Könnte das stimmen? Kennst Du so jemanden? Wie findest Du diese Einstellung?”

    Es könnte eine Möglichkeit in der Sparte “Sinn-Geber” sein

    Der Anfang von dem Tim Bendzko hat mich an den schon älteren Song von Cris Cosmo erinnert. Interessant, wie das Eintreten in die digitale Welt akustisch immer noch mit dem doch überholten Modem-Verbindungssignal markiert werden muss – ist die Lautlosigkeit einfach zu abstrakt für uns?

  • #4177

    Den Text habe ich selber formuliert – als Zusammenfassung eines längeren Gesprächs – und ein wenig verfremdet. Tatsächlich ging es um mehrere Spiele, und man hätte noch mehr schreiben können. In dem Gespräch spielten “die Programmierer” als Gestalter der Spielewirklichkeit der Spieler eine große Rolle: Manche kostenlose Spiele seien ja genial fesselnd programmiert – man tauche gar nicht mehr aus der Spielewelt auf. Auch der Realismus sei frappierend. Andere Spiele sind von der Spielidee her sehr gut, aber voller Bugs.

    Im Nachhinein kam mir die Frage in den Sinn: Wenn die Spiele so viel anziehender sind als die Realität: Ist die Realtiät vielleicht voller Bugs?

    Eine andere, wichtige Frage, die mir vor diesem Gespräch so nie gekommen war: Sind “Kameraden” aus Spielewelten, mit denen zusammen man quasi ums Überleben gekämpft hat, nicht sogar engere und bedeutendere Freunde als die aus der Realität, mit denen man weniger aufregende Sachen erlebt?

    Ein anderer Aspekt ist der Reiz, der durch die Rückkehr archaischer Lebenssituationen in die hochtechnisierte Welt des Nuklearzeitalters ausgelöst wird: Je mehr unsere anarchischen Freiräume getaktet und eingeschränkt werden, je weniger klar sich gut und böse beurteilen lässt, desto größer ist die Sehnsucht nach Freund *und* Feind, nach Auseinandersetzungen, wie sie durch die jahrhunderttausende lange Praxis unserer Vorfahren wohl auch in unsere Gene hineingeschrieben wurde. – Und, so fragte meine Frau heute morgen, ist nicht dieser IS-Krieg oder die Sache mit den Rechten in Köln auch so ein “Spiel”, bei dem sich die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten in der Realität buchstäblich niederschlägt?

    Zu deinen didaktischen Fragen: Die finde ich gut … mit Abstrichen: Wichtig scheint mir, dass man eine Stigmatisierung von “Internetsucht” oder “Spielesucht” vermeiden muss. Viele der Jugendlichen spielen ja selber. Deine Frage impliziert darum evtl: “Versetze dich in die Rolle deiner Elteren…” – diesen Transfer werden wohl nicht alle motivierend finden. Vielleicht kann man auch direkter fragen, nach dem Freundeskreis der Berufsschüler. Oder man stellt eine Statistik zur Diskussion, nach der heutige Jugendliche “prüder” sind als noch die von vor 10 Jahren. http://bit.ly/1DLlKkg Vielleicht liegt das nicht an Prüderie, sondern an der Verlagerung von Beziehungen in den Onlinebereich? – usw

  • #4211

    Beimii
    Moderator

    Ich täte gerne Deinen Gesprächstext in die Smartphone-Inhalte aufnehmen  mit der Kennzeichnung “(aus Gesprächen mit einem 16jährigen zusammengefasst von Religionslehrer Chr. Günther)” Ist das in Ordnung so?

    • Und wie würde danach die Kompetenz- und gleichaltrigenorientierte Aufgabenstellung lauten?
  • #4214

    Beimii
    Moderator

    Hier eine zu diskutierende Themen-Auflistung, was sich hinter der  Zentralnavigation auftun könnte:
    Sinn geben:
    – eine Online-Abstimmung, wie SuS die Fotobeispiele aus dem Schulbuch bewerten (Idee von Christian)  -> Klassenranking erzeugen
    Intensivbeispiel(derzeit z.B. Versicherungskaufleute) aus Andreas Ziemers /EIBOR-Projekt “Woran Du Dein Herz hängst” mit gezielten Fragestellungen zum Selbstvergleich
    – ein erfundener (??? ist das authentisch..aber wo soll man den sonst hernehmen) Brief / Onlinepost von einem Jugendlichen, der sich umbringen will (Kommentar Marion Holzhüter ): Wie antwortest Du? (massive Anforderungssituation, Eingabefeld zum Senden, Klassenwand-Projizieren)

    – Christian Günthers PC-Spieler mit kompetenzförderlichen Aufgabenstellungen

    Ziel haben:
    – Liste machen lassen (bucket list, Kommentar Marion Holzhüter ): Was würde ich unbedingt noch machen wollen, wenn ich noch xx Tage zu leben hätte? -> Über meine Liste (ggf. als Klassenergebnis projizieren lassen) ins Gespräch kommen -> Film one minute fly bearbeiten(kompetenzförderliche Anforderungen müssten uns noch dazu einfallen)

    Werte-Kreis:
    – mit einem von Christian Günther herausgefundenen Online-Tool mit den Fingern meine Kreissegmente gemäß den vorgegebenen Rubriken auf dem eigenen Smartphone persönlich zusammenschieben, abspeichern, (in xx Jahren noch mal anschauen), das Ergebnis kollektiv projizieren und darüber gezielt ins Gespräch kommen

    Lebens-Lauf:
    – irgendwie die Pünktchen in der Karikatur als Aussage erschliessen…glaube nämlich, dass SuS diese Lebenslauf-Perspektive nicht von sich aus mitbringen, oder? -> Die These “Ziele sind vom Lebensalter anhängig” einmal VOR, dann NACH der Beschäftigung mit der Karikatur zur Abstimmung bringen, Ergebnis kollektiv projizieren, vergleichen.-> mit einem timeline-Tool (Idee Jörg Lohrer ) SuS ihren Lebenslauf bisher persönlich erstellen lassen

    Und hier schon mal Danke an alle, die bisher dazu beigetragen haben!!

     

    • Diese Antwort wurde vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii bearbeitet.
  • #4221

    @Michael:

    ad Gesprächskennzeichnung:
    Als Kennzeichnung würde mir was weniger Amtliches besser gefallen, zB “(Aus Gesprächen zusammengefasst von Christian Günther)”

    ad Kompetenzen:

    • SchülerInnen geben sich selbst Rechenschaft, inwieweit das Internet (Netzwerke, Spiele, etc) ihre Wünsche und Sehnsüchte besser bedient als die Relität
    • SchülerInnen gewinnen Klarheit darüber, wie groß für sie der Stellenwert ihres “Internet-Lebens” ist.
    • SchülerInnen können ethische Verhaltensweisen, die sie im Umgang mit Computern und im Web anwenden (Netiquette, bei Spielen, Vernachlässigung der Angehörigen(?) etc) darstellen und bewerten
    • SchülerInnen können angeben, womit sie diese ethischen Verhaltensweisen begründen (zB aus dem Glauben? Normen der Zivilgesellschaft? ‘Anyghing goes’ im Internet?)

    Für die letztgenannte Kompetenz fehlen mir, offen gesagt, noch die Unterrichtsbausteine. Ich halte sie aber für unabdingbar, wenn dieses Reli-Projekt nicht zu einem reinen Ethik-Projekt vergammeln soll.

    ad Onlinepost vom Selbstmörder:
    Googlen hilft: http://bit.ly/1z61NE0

    ad OneMinuteFly:
    eignet sich recht gut zur Diskussion ethischer Grundhaltungen: Wieso muss man im Leben das alles gemacht haben? Ist das Leben eine To-Do-Liste? Oder worin besteht der Sinn? Ist es überhaupt korrekt, dass sich jeder “den Sinn” seines Lebens selber definieren kann? Oder geht es hier nur um Vorlieben, nicht um “Sinn”?

    ad Internetidentität:

    * Vom Selfie zum Avatar:
    eine wohl auch für Berufsschüler ganz witzige Spielerei wäre es, sie ein Morph-Bild anfertigen zu lassen, mit dem sich ein Selfie in einen selbstgebastelten Avatar verwandelt. Dafür gibt es Avatar-Generatoren für PC oder als smartphonetaugliche App bzw Online-Anwendung. Zum Morphen eignet sich diese Online-Anwendung bzw diese App (die musik-unterlegte Morph-Videos anfertigt).

    * Total losgelöst von der Misere der Realität: 3D-Chats im Internet
    Im Netz flirten mit makellosem Körper und dem absoluten Wunsch-Outfit – das geht über gewisse Chat-Communities. Ist dies eine Lösung, um aus der eigenen Kontaktarmut/sozialen Isolation herauszukommen? Wie lange dauert es, bis andere das hässliche Entlein erkennen, das sich vielleicht hinter der Model-Maske verbirgt? – Diskussionsanstöße.

     

     

  • #4231

    Beimii
    Moderator

    Gesucht: geeigneter Post von Selbsttötungsabsicht

    Dank Christian im Netz nach herausfordernden Beispielen für die Lebensbewältigungs-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu suchen, erweist sich als gar nicht so einfach. Ich habe nur ein Beispiel gefunden, das zur Beschäftigung herausfordert (obwohl es ein Brief nach vollendeter Selbsttötung ist). Viel wichtiger  für das Projekt Smartphone goes Schulbuch wäre doch etwas, wo Schülerinnen und Schüler Reaktionen zeigen können, die jemanden davon abbringen würden, oder? Findet jemand im Netz etwas Geeignetes?

    • Diese Antwort wurde vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii bearbeitet.
  • #4250

    Beimii
    Moderator

    Lebens-Lauf: Ziele sind vom Lebensalter abhängig

    Eine simple Umsetzung: Schieb die Wünsche zu den Lebensaltern  bei LearningApps.

    Bitte testen, wenn möglich auf dem Smartphone und hier im Forum “Inhalte und Aufgaben” Deine Meinung sagen.

    • Diese Antwort wurde vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii bearbeitet.
    • Diese Antwort wurde vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii bearbeitet.
    • Diese Antwort wurde vor vor 2 Jahre, 8 Monate von  Beimii bearbeitet.
  • #4262

    Beimii
    Moderator

    Welche Lebensbewältigungs-Kompetenz regt diese Karikatur an und wie formuliert man die passende Anforderungssituation dazu:

  • #4263

    Zur LearningApps-Aufgabe: Sehe ich als schwierig an, weil sich etliche Begriffe unterschiedlich zuordnen lassen: Ich hatte zB ganz viele Begriffe in “alle Altersstufen” eingeordnet, weil zB nicht nur Kinder gerne spielen, bzw auch Kinder und Jugendliche angesehen sein wollen, auch Kinder sowie Erwachsene eine Clique haben wollen, etc. Ich habe auch nicht gesehen, welcher Kompetenzzuwachs mit dieser Aufgabe erreicht werden kann.

    Auch bei der Karikatur hat es bei mir nicht geklingelt. Die einzige Lebensbewältigungskompetenz, die mir dazu einfiel, war: “Man muss einen Führerschein haben, um sich und andere fortzubewegen.”

    Was mir dazu einfiel: A.Hatler: “Tun Sie was Sinnvolles”

    Wobei man über Wertebegründungen nachdenken könnte.

    • #4265

      Beimii
      Moderator

      Learningapps: Ja, Christian, da ist was dran. Offensichtlich passt die bei diesem Instrument intendierte “harte” Abfrage nicht zu den bei solchen Themen (und in Reli überhaupt?) gewünschten Kompetenzen. Pragmatisch hab ich den Spieß nun sozusagen umgedreht und das Aufgaben-Startschild erweitert:

      Lebensbewältigungskompetenz: SuS können über übliche Wünsche und Lebensziele nachdenken. Mittels der Zuordnung zu Lebensaltern lernen sie ihren jugendlichen Horizont um die Perspektive vergangener und zukünftiger Lebensabschnitte zu ergänzen. Sie werden sich eigener Wünsche und Lebensziele bewusst, und können darüber mittels eigener Medienproduktion gezielt mit Gleichaltrigen ins Gespräch kommen.

  • #4266

    Beimii
    Moderator

    Karikatur: O ! Und ich dachte wirklich, das fällt sofort ins Auge. Die Pünktchen bei JEDEM Einzelbild…? Also das ist wohl auch das Signal, dass man SuS irgendwie sozusagen extra mit der Nase drauf stoßen muss…oder?

     

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